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Das Netzwerk mit Leben füllen
   

20 Teilnehmer des ''African Good Governance Network'' diskutierten in Berlin über Demokratie.
    
    
„Sie sind die Bildungselite, die ihr jeweiliges Land voranbringen wird, wo auch immer Sie später arbeiten werden. Eine Ihrer wichtigsten Aufgaben sollte es sein, die Stellung und das Ansehen der Parlamente in Afrika zu verbessern!“ Mit diesem eindringlichen Appell verabschiedete sich die Bundestagsabgeordnete Uschi Eid, ehemalige parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, aus der äußerst lebhaften Demokratie-Debatte mit den Teilnehmern der diesjährigen „African Good Governance Network“ (AGGN)-Frühjahrskonferenz in Berlin. Wie Demokratie in Afrika funktionieren könnte, dafür lieferte die Tagung ein eindrucksvolles Beispiel: Konzentriert, hochmotiviert und kenntnisreich diskutierten die 20 Teilnehmer des Netzwerkes aus acht verschiedenen Subsahara-Staaten über das Thema mit diversen hochkarätigen Referenten und auch untereinander.

Bundespräsident Köhler ist Schirmherr
 
Es war das dritte Treffen des Anfang 2007 vom DAAD gegründeten Netzwerkes, das auf Anregung von Bundespräsident Horst Köhler gegründet wurde und für das er die Schirmherrschaft übernommen hat. „Ziel des Netzwerkes ist es, potenziellen afrikanischen Führungskräften, die in Deutschland studieren oder studiert haben, zusätzliche theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im Bereich ‚Good Governance’ zu vermitteln“, erläutert Alexander Au, zuständiger Referent beim DAAD. „Mit dem Netzwerk bieten wir eine Diskussionsplattform und zeigen mit verschiedenen Praxisbeispielen ‚worst practice’ und ‚best practice’ von Good Governance.“ Ob dieses Programm tatsächlich erfolgreich ist, wird sich erst langfristig zeigen, wenn die Teilnehmer in ihre Länder zurückkehren und das Netzwerk mit Leben füllen.

Davon ist auch Judy Smith-Höhn aus Südafrika überzeugt. Die Politikwissenschaftlerin lebt nach ihrem Studium in Hamburg inzwischen wieder in Südafrika und arbeitet in Kapstadt im Centre for Conflict Resolution. „Mich hat besonders die Möglichkeit gereizt, das Netzwerk mitzugestalten. So kann eine Art Informationsplattform für Afrika entstehen, deren Mitglieder sich in ihrer Arbeit gegenseitig unterstützen.“ Schon während ihres Studiums in Hamburg war Judy Smith-Höhn Mitglied einer South African Support Group, die sich für Entwicklungsprojekte in Südafrika engagierte.

 

 



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