Unterricht in guter Regierungsführung (Deutsche Welle)
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Sie stammen aus Kenia, Kamerun oder Uganda und studieren in Deutschland. Als verantwortungsbewusste Führungskräfte sollen sie in ihre Heimat zurückkehren. Das will der DAAD mit dem Good Governance Netzwerk erreichen.
Sie kennen sich erst seit wenigen Tagen, aber das merkt man ihnen nicht an: Die jungen Akademiker, die sich um die Tische im Seminarraum gruppiert haben, diskutieren unterschiedliche Methoden der Gesprächsführung. Höflich, engagiert, vertraut.
Mittler zwischen den Kulturen
Die 32 Afrikaner wurden vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst in das "African Good Governance Network" berufen. Damit will der DAAD die in Deutschland ausgebildeten Akademiker auf ihre künftige gesellschaftliche Verantwortung in ihren Heimatländern vorbereiten. "Für uns sind diese Teilnehmer ganz hervorragende Mittler zwischen Deutschland und den afrikanischen Ländern", sagt Programmkoordinator Andreas Hettiger. Die afrikanischen Studenten setzen sich in dem Seminar auch mit dem deutschen politischen System auseinander.
Eigeninitiative gefragt
Mittler sein zwischen Deutschland und den afrikanischen Ländern, für Wassiou Sitou aus Togo ist das längst selbstverständlich. Der 31-Jährige hat in München Informatik studiert und gerade seine Promotion abgeschlossen. Das Studium in Deutschland hat ihn nicht davon abgehalten, sich auch weiter für sein Heimatland zu engagieren. Und zwar noch bevor das "African Good Governance Network" überhaupt gegründet wurde. Er hat als Student mit sechs Kommilitonen einen Verein gegründet, der Kindern aus armen Familien den Schulbesuch ermöglicht. "Ich war schon selbst auf dem Weg zu erkennen, dass Bildung das Wesentliche ist", sagt Wassiou. Das Netzwerk für gute Regierungsführung sei dann einfach eine Verlängerung seiner Ziel gewesen, sagt er.
Concept and realisation: alltina-isp


